On ne voit pas bien qu'avec le coeur | Vol. VI
Die Sonne blendet, auf den Wimpern liegt Schnee wie Puderzucker und die Hände spielen mit einem goldenen Armreif. Die Zeit ohne dich ist Watte und ich will, ich will nicht mehr warten, will wieder frei atmen können, will dir durchs Haar fahren und die Sonne aus deinem Blick küssen. Ich zieh' mir die Mütze tiefer ins Gesicht, geh' weiter, immer weiter, lasse dich hinter mir zurück – nur um immer wieder bei dir anzukommen. Im Ohr Clueso und im Herzen, da bist du, nur du, aber du siehst es nicht, obwohl deine Schritte doch mein Puls sind. Absätze hallen durch den Gang und im Arm dieses kleine Bündel mit den winzigen Händen, die zu klein sind um meine Finger zu umfassen, aber doch mein ganzes Herz halten. Und ich schaue in dieses schlafende Gesicht und denke: So könnte es sein, nicht jetzt, aber später, irgendwann. Der Heimweg ist kalt, dunkel, in der Luft der Geruch von Bratapfel und gebrannten Mandeln und ich weiß, ich würde alles tun um sie zu beschützen und gleichzeitig das Wissen, dass ich das nicht kann, dass sie Fehler machen wird, machen muss und dass ich ihr nicht immer einen Plan b) zu Füßen legen kann, zu diesen winzigen Füßen, die noch glauben sie können fliegen.

Platz 49. Danke.
1.12.08 21:58


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