On ne voit pas bien qu'avec le coeur | Vol. VI
Und du nimmst den Wind aus meinen Segeln, fegst mit deinen Stürmen über mein Lavendelfeld. Und wir tanzen barfuss einen Walzer im Staub, jede Linksdrehung ist ein Aufatmen deiner Blicke, jede Rechtsdrehung in Wunsch auf meinen salzigen Lippen. Ich sage: Lass mich deine Luise sein und du, du bist mein Ferdinand. und du lachst: Sind dir Romeo und Julia nicht genug, muss es für dich schon Schiller sein? Und ich werfe Steine in deine Stille, meine Wellen schlagen gegen deine Stirn und es klingt wie Tropenholz und Sehnsucht auf meiner Zunge. Mit den Fingerspitzen fahre ich deine Rillen nach, jede kleine Erhebung ist mir ein Berg. Meine Haut vermisst den Kontrast der deinen, fast schon fühlt sie sich braun, wüsste sie deine Bronze nicht genau. Mit Tinte male ich mir die Wege deiner Adern auf die Arme, zeichne eine Schatzkarte deiner Anatomie auf den Bauch – ein Kreuz an jeder Stelle, an der deine Adern die meinen treffen. Und wir tanzen barfuss einen Walzer in der Asche meines Universums; jeder Schritt wirbelt Glühwürmchenschwärme auf, zieht Bahnen in den Ruß. Hast du es nicht gesehen, chéri, du warst mein Alles und Universen vollenden ihre Bahnen in diesem Alles.
1.4.09 22:13


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