On ne voit pas bien qu'avec le coeur | Vol. VI

Ich will mit dem gehen, den ich liebe


Wir treffen uns auf leisen Solen und stecken Millimeter für Millimeter unsere Grenzen ab, umzäunen Wiesen und Wälder, bauen Wachtürme und legen Stolperfallen aus. Und dann kommst du und reißt mit ein paar gehauchten Worten all meine Wälle wieder nieder, überspringst meine Hürden und glättest meine Berge; breitest mit deinem Lächeln Decken zwischen Gänseblümchen und Butterblumen aus und wir fangen mit pochendem Herzen goldene Sternschnuppen auf der Zunge. Wenn du blinzelst fällt von deinen Wimpern funkelnder Staub und ich kann nicht glauben, dass du nicht nur ein Traum bist, der zwischen Morgenrot und Wolkenfetzen wie die Schwalben bei einem einzigen unbedachten Flüstern davonfliegt. Vorsichtig spinnen wir kleine Fäden zwischen unseren Ästen und hängen Glöckchen daran, die leise klingeln wenn die Gedanken sich treffen. Wie Windspiele hauchen sie dir meine Wünsche ins Ohr und ich weiß, im Moment stehen unsere Kreise still. Aber irgendwann zwischen Morgen und Heute fängt dein Karussell sich wieder an zu drehen während meine Holzpferde noch schlafen und dann durchquerst du barfuss meine Flüsse und Bäche und ich kann nur noch bittend an deine Tore klopfen, die du mir nur manchmal einen Spalt öffnest, wenn dir die Tauben auf den Dächern zu laut gurren. Und manchmal, wenn an den Grashalmen noch Tau hängt, drehst du dich beim Gehen zu mir um, mit Wassertropfen zwischen den Zehen, und gibst mir deine Hand und nimmst mich mit zu deinen Ufern, zeigst mir deine Städte und Schlösser. Dann weiß ich, unsere Herzen schlagen gleich und das Leben rauscht in meinen Ohren.

P.S.: Ich liebe dich.
29.8.09 23:35


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