On ne voit pas bien qu'avec le coeur | Vol. VI

Dich denken, wie du bist


Und wenn ich blind wäre, ich könnte dich immer noch sehen. Ich könnte das Flügelschlagen der tausend Tauben hinter deiner Stirn hören, das leise Gurren deiner wirren Gedanken, das fordernde Kratzen deiner Ungeduld. Ich könnte das Gold deiner Haut riechen, deine Ängste und deinen Mut. Und wenn du mich berührst, dann könnte ich deine Tiefen schmecken, die Farben deiner Wünsche, deine Seen und Ufer hinter fernen Bergen. In deiner Stimme könnte ich deinen Tag erleben, das Gras zwischen deinen Fingern und die Vögel, die über deine Himmel fliegen. Ich könnte in deinem Atem Melodien hören, zu der wir leise Tanzen, die Welt sich für uns drehen lassen, bis wir sie anhalten weil wir es wollen. Ich könnte deine Oasen riechen, deine Gärten mit allen exotischen Pflanzen deiner Fantasie, die man nicht pflücken kann, aus Angst sie könnten verwelken. Ich könnte deinen Wind durch meine Finger flüstern spüren, durch’s Haar und durch die Blätter deiner Bäume. Und manchmal könnte ich deine Fehler spüren, dein Labyrinth und deine Wirbelwinde. Wenn ich blind wäre, ich könnte dich immer noch sehen wie du wirklich bist.

P.S.: Ich liebe dich.
11.9.09 23:13


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